Die Werra

 Siegmundsburg - Sachsenbrunn -
 Sophienau – Fehrenbach 20 km

Wir beginnen an der „zweiten Werraquelle“ unterhalb des Blessberges und folgen dem Bachbett der Saar auf dem historischen Grenzweg durch den Saargrund nach Schirnrod. Von Wasser keine Spur, auch an der Vereinigung mit der Werra am Ortsrand von Sachsenbrunn fällt der rechte Weserzufluss trocken. Nun queren wir die lebendige Ortslage mit Metzgerei, Bäcker und einigen Gasthöfen zur prächtigen Tanzlinde an der Werrabrücke.

Die unter Denkmalschutz stehende Linde stammt aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg, ihre auffällige Wuchsform erhielt sie durch seitwärts gezogene Äste in frühen Jahren des Baumwuchses, um darauf

 15. August 

 57 Teilnehmer

 Wanderleiter Wolfgang Flohr

 Wandergruppe Kleeblatt

den Tanzboden zu errichten. Nach dem „Deutschen Baumarchiv“ ist sie die älteste und umfangreichste unter den fünf betanzten Linden mit eingezogenem Tanzboden in ganz Deutschland.

Einen Bushalt an der Tanzlinde? Was wollt ihr denn noch! Also weiter ins etwas abseits gelegene Sophienau, wo uns der freundliche Herr Jacob von der Holzverarbeitung den Busstopp im engen Tal der Werra gestattet. Nun raus mit den Klapptischen zur zünftigen Wander- Kaffeepause im Grünen. Dann geht’ s endlich bergan, zunächst bis zum Werra- Flößteich auf 600 mNN. „Fischen verboten” mahnt ein Schild, hatten wir gar nicht vor, dafür werden die hingeworfenen Krümel von den Fischlein gierig genommen. An der zweiten Kehre dann auf schmalem Pfad zur echten Werraquelle auf 797 mNN.

Aus dem Löwenkopf tropft es geduldig, doch die Umgebung wirkt trist, denn hinterm Bauzaun wurde abgeholzt, die Gaststätte gleich mit. Den Rastplatz am Stauteich gibt’s aber noch. So geht’s also nach kurzer Rast ohne Umschweife runter nach Fehrenbach zur finalen Einkehr im bestens bewährten Schwarzen Adler.

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 Start an der verwaisten Waldschenke bei der „Zweiten Werraquelle“ in Siegmundsburg auf 800 mNN… doch hinter den Schuttbergen regt sich etwas, das zweite Leben der Krug- Schenke keimt im Hintergrund.

 Die Siegmundsburger Lokalpatrioten beharren trotzig auf ihrer Werraquelle, ein
 erneuter Ministererlass wie 1975 ist nicht zu befürchten (bitte Urkunde wenden).

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 Auf dem Grenzweg durch den Saargrund nach Schirnrod

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 …doch ganz ohne Asphalt geht’ s dann doch nicht, dafür gut geschützt auf minimalem Fußweg.

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 Die Werrataler Blasmusikanten, wie immer präsent zum Lindenfest im Juli.

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 Erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1662 mit dem Eintrag: Zwey Lindlein im Inventarium der
 Gemeinde Sachsendorf.

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 …das ist Wolfgang Flohr allemal eine Urkunde wert fürs Büro der freundlichen Jacob Holzwerker.

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 Sonnige Idylle am Werra Flößteich, doch ein Ereignis überschattet nun den Wandertag.

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 Der Grenzstein von 1565 trennte Sachsen Coburg- Gotha von Sachsen Meiningen.

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 In Schirnrod weg von der Bundesstraße 281 und weiter auf dem Hangweg…

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 Der Tanzboden überm Geäst der Tanzlinde, stabilisiert durch Stelzen

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 Kaffeepause auf dem Rastplatz der Jacob Holzverarbeitung in Sophienau…

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 An der Werraquelle Fehrenbach tut sich was, hinterm Bauzaun wird gebuddelt, die Bäume sind schon
 mal weg, die zuvor geschlossene Gaststätte auch. Man darf gespannt sein.

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 Klaus im Wartemodus am Masserberger Höhenweg

 Wenn schon Fehrenbach, dann nur der Schwarze Adler!

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  Der Fehrenbacher Schmuckplatz mit Sprudelstein an der Edmund- Heinze- Straße

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 Christa ihr „Selbsterzeugter Ingwer“ putzt die Kehle wie Sandpapier.

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