Vier auf einen Streich

 Grobau - Drei-Freistaaten-Stein - Münchenreuth / Prex – Trojmezi – Hranice – Arnsgrün 19 km

Mödlareuth wird von uns perpedes durchquert…normalerweise. Heute am Tag der Deutschen Einheit ist angesichts der geballten Politpräsenz allein die Busfahrt durchs 40 Seelendorf eine besondere Leistung. Regulierungsposten all überall. Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Bayern geben sich ein Stelldichein, laden ein zur Feiertagsparty. Auch eine aufstrebende Partei, besser bekannt durch einen Vogelschiss Vergleich ist präsent. Wir kommen trotzdem unbehelligt durch.

Hinter Grobau endlich raus in den erfrischenden Tag. Entlang der Grenzlinie Sachsen- Bayern geht’s zum Drei-Freistaaten-Stein, der exakt das Grenzdreieck Sachsen- Bayern- Thüringen markiert auf des Kupferbaches Mitte. Mit akribischer Genauigkeit geben die Rillen auf dem Markstein (Urkunde) den Grenzverlauf wider, der spitze Stachel kommt von Sachsen her ist aber nicht böse gemeint. Noch ein Stück am Bach abwärts nach Münchenreuth, dann Busfahrt nach Prex.

Buschaffeur Steffen lässt wiederholt seine Fahrkünste aufblitzen auf den engen oberfränkischen Straßen, bugsiert hinterm Dorf Prex sein Arbeitsgerät rückwärts in den schmalen Abzweig. Extra Applaus!

 3. Oktober - Tag der Deutschen Einheit

 Wanderleiter Wolfgang Flohr 

 Wandergruppe Kleeblatt

 76 Teilnehmer 

Wanderung Teil zwei beginnt mit dem unvermeidlichen Asphalt, führt zum Grenzdreieck Sachsen - Bayern - Česko in einer Senke der Südlichen Regnitz (Rokytnice). Holzstege führen über den Grenzbach ins Böhmische Vogtland, wo mit Infotafeln ein 360 Grad Überblick gelingt, teils in deutscher Sprache. Nun durch den Rossbacher Zipfel gemischt mit lockerem Wald und offenen Auen nach Rossbach (Hranize). Die stattliche evangelische Kirche auf dem Bergsporn dominiert im Ort, davor das steinerne Ross in Lebensgröße, das dem Ort den Namen gab und sich im Ortswappen wiederfindet.

Unterhalb am Ort, wo der Rossbacher Mockel fast 40 Jahre nach Adorf dampfte, beginnt das urigste Stück Heimat, mit einem Weg der keiner mehr ist. Am mäandernden Wildbach mal links, mal rechts durch Viehkoppeln der Aue vom Rossbach (Hranický Potok) auf dem alten Bahndamm rüber nach Arnsgrün, wo das gepflegte Weisse Röss, l schon mit den Hufen scharrt.

Eine Flohr Premium- Wanderung mit besonderem Erinnerungswert, die historisches mit landschaftlich reizvollen Eindrücken verbindet!

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 „Hab noch bis früh an der Strecke gefriemelt*, ihr werdet es alle schaffen…“, das glauben wir aufs Wort. 

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Der Wessi (Bundesbürger) kam hier bis ran an den Zaun, wir wurden auf sicheren Abstand gehalten. 

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 Ein linker Nebenfluss der Saale, die südliche Regnitz bildet hier die Grenzlinie Bayern- Česko

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 Glaubensnachweis fürs Fotoalbum und die lieben “Zwenkschen” daheim

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 Einsames Quellhäuschen

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 Von Hranize (Rossbach) zeigt sich als erstes die evangelische Kirche

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 Unbeschwerte Kindheit in Nordböhmen

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 Die Grenzlinie zwischen Tettenweinbach und Wiesenbach macht’ s noch mal spannend.

 Über die Brücke dampfte der Rossbacher Mockel von 1906 bis 1945 nach Adorf.

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 Gekonnte Landschafts Wandbilder geben dem Gastraum das Gepräge, ein Gruß an den Künstler.

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 Auch Bayern setzt auf Windstrom, nur wir Sachsen hinken hinter her. 

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 Tolle Idee, der Drei-Freistaaten-Stein auf des Grenzbaches Mitte KB = Königreich Bayern;
 KS = Königreich Sachsen; FS = Freistaat Thüringen 

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 Das Dreiländereck im Brennpunkt, C= Česko. Rückseitig: DS= Sachse DB= Bayern.

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 Von Trojmezí (Gottmannsgrün) sehen wir nur die Rinderzucht, einige Häuschen ducken sich im Wald.
 1939 hatte der Ort 764 Einwohner, nach der Vertreibung der Sudeten waren es im Jahr 2011 noch 24.

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 Das Sühnekreuz beim Kaiserhammer, wo einst die Mühle stand.

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 Der Marktplatz in der Ortsmitte von Rossbach, am Rossbach (Hranicky Potok)

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 Die Naturbelassene Aue ohne Weg am Rossbach, Idylle pur zum verlieben.

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 Fototermin im Niemandsland für Bianka

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 Urkunde für Nico Roth und Frank Ursinius, sie verwöhnten uns im „Rössl“ mit gepflegter Gastronomie
 und erstklassischer Küche. Wir sagen es gerne weiter.

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 Bestes Restaurant unter vielen Guten in Adorf, das „Weisse Röss’ l„ im Ortsteil Arnsgrün.

*friemeln, sächsisches Lieblingswort 2018, bedeutet: Kleinteiliges zusammen setzen

Bild - Text - Gestaltung Werner Gelhaar