Rund um Leipzig (6)

  Dölitz – Dösen – Meusdorf – Zuckelhausen – Zweinaundorf – Engelsdorf - Paunsdorf 16 km

Nein, pure Freude hat er ihm nicht nur bereitet, sein Wanderweg rund um Leipzig. Seit er 1989 begann seine Idee vom Rundweg im Alleingang umzusetzen, musste der Wegverlauf zig mal geändert und angepasst werden, durch Vandalismus zerstörte Wanderzeichen und Wegpfosten waren zu ersetzten. Doch was ihm 2017 mit der DB Fußgängerbrücke übers  Engelsdorfer Bahngelände widerfuhr, war der Gipfel der Gemeinheiten. Heute geht es ein letztes Mal über diese „Todeszone“, wie es Cornelia Lachmann in der LVZ sarkastisch nannte, denn der Umweg (Theodor- Heuss- Straße) ist durch Jürgen Lorenz bereits rot/ weiß markiert.

Durch den Floraweg geht’s von der Haltestelle Leinestraße durchs Wiesengelände hinterm alten Dölitzer Friedhof zur Gorbitzer Straße. Der folgen wir, den Leineberg halb umrundend zur Senke am Leinegraben, der uns nun nach Meusdorf begleiten wird. Hinterm Stauteich beim Haftkrankenhaus biegen wir in den Schwarzenbergweg ein und gelangen zum Denkmal auf dem

  1. Dezember 32 Teilnehmer 

 Wanderleiter Jürgen Lorenz  

  NaturFreunde  Deutschland Ortsgruppe Leipzig

Monarchenhügel. Im Zick zack durch die Meusdorfer Siedlung führt das rot/ weiße Wanderzeichen zum alten Gutspark beim Zuckelhausener Ring. Im Rund der Baumgruppe am DRK „Fuchsbau“ machen wir ausgiebig Pause.

Die Östliche Rietzschke gibt nun durch den Zweinaundorfer Gutspark die Richtung vor, der Weg windet sich durch den Park, mal links dann wieder rechts des Bachlaufs, führt ohne weitere Umschweife durch den Ortsteil Engelsdorf zum Gewebegebiet an der Werkstättenstraße, wo uns die berüchtigte Brücke erwartet. Ein solides Bauwerk aus Betonfertigteilen überspannt hier rund zwei Dutzend Gleise der DB Cargo und führt rüber nach Paunsdorf zum Tagesziel an der Riesaer Straße.

Die Runde um Leipzig hat viele Gesichter, mal als „Rechtsrunde 2014“ mit einem Schnitt von 80 Teilnehmern je Etappe, dann mal „Am Stück in 24 Stunden“,wie 2017. Seine Attraktivität hat sich der Lorenzweg bis heute bewahrt, mit etwas Unterstützung seitens der Stadt gäbe es vielleicht sogar eine detaillierte Karte zum nachwandern.

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 Als verlängerter Floraweg über die Wiese hinterm Alten Dölitzer Friedhof

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 Am Leinegraben 

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 Durch die Parkanlage Dösen

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 Der Leinegraben entspringt im Meusdorfer Wäldchen und mündet in Dölitz verrohrt in die Pleiße.

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 Der Teich am Zuckelhausener Ring, im Hintergrund Berggut und Kirche.

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 Nachgespült wird mit Kräutertee

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„..da kam ein älterer Mann daher, den wir nach dem Weg fragten…“, erinnert sich Antje an die aller
 erste Begegnung mit Jürgen Lorenz vor vielen, vielen Jahren.

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 In der Rietzschkeaue

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 Neuer Belag auf dem Werkstättenweg… wahrscheinlich wegen uns? Währ aber nicht nötig gewesen.

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 Auf der Gorbitzer Straße am Friederikenschacht

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 Auch Friedemann unser jüngster Wanderer ist wieder dabei, hat seine Oma mitgebracht…oder umgekehrt?

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 Im Ortsteil Dösen an der Justizvollzugsanstalt mit Haftkrankenhaus

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 Am Monarchenhügel überbrachte am 18. Oktober 1813 der Oberbefehlshaber der Alliierten Fürst
 Schwarzenberg den Sieg über Napoleon an die drei Monarchen: Kaiser Franz von Österreich;
 Kaiser Alexander von Russland und König Friedrich Wilhelm III.

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 Klaus bringt am DRK-“Fuchsbau” den  “Kräuterlikör” ins Spiel...auch ohne Anlass, geht einfach immer.

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 Eingerammt und betoniert, der Wegpfosten an der östlichen Rietzschke ist unkaputtbar!

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 Auf dem Kärrnerweg in Zweinaundorf

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 Am Stauteich der Östlichen Rietzschke in Mölkau

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 Die Engelsdorfer Bahnbrücke über die „Todeszone“.

 Die DB Cargo hat Jürgen Lorenz den Wanderweg
 über die Brücke untersagt, die Wanderzeichen hat
 er entfernen müssen. Im Interview mit der LVZ-
 Redakteurin Cornelia Lachmann macht er seinem
 Ärger Luft…doch liest es selbst

fff

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 Ein Solides Bauwerk der DDR Werktätigen… war doch nicht alles schlecht.

 Dort bei den Waggons führte mein erster Weg zur Straße, hab es geändert und um einen Ortstermin
 gebeten. Die feinen Herren und Damen von der DB Cargo rührten aber sich nicht.

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 Unbehelligt überbrücken wir ein aller letztes Mal die „Todeszone“.

 Das Ziel der letzten Etappe an der Riesaer Straße, hier schließt sich der 80 km langer Rundweg.

 Bild - Text - Gestaltung  Werner Gelhaar        

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