Wurzen - Hohburg

 Wurzen – Lüptitz – Hohburg 17 km

Den Wortbegriff „Hoburger Schweiz“ prägte erstmals der Leipziger F. W. Franke, als er die Eindrücke seiner Wanderung durch die Hohburger Berge euphorisch in einer Broschüre niederschrieb. Das war im Jahre 1838, die Eisenbahn Leipzig- Wurzen war gerade eröffnet als Franke seinen Ausflug in Wurzen startete, so wie wir heute.

Die Ringelnatzstadt Wurzen zeigt sich zuerst von ihrer grauen Seite, mit dem desolaten Silospeicher der ehemaligen Krietsch- Werke direkt neben dem Bahnhof. Nach Querung der Dresdner Straße geht’s durch zweireihige Linden der Rosa- Luxemburg-

Straße in nördliche Richtung zur Lüptitzer Straße. Im weiteren Verlauf wurde diese durch den Quarzporphyrbruch  Lüptitz unterbrochen, ein Asphaltband umgeht nun die begrünten Halden durch aufgeforstetes Gelände nach Lüptitz. Heinz schellt am

Schmuckplatz mit seiner Minikuhglocke, bittet zur Rast am Pavillon.

Die Landschaft öffnet sich, links ein bestellter Acker, rechts ein dahintrocknendes Maisfeld mit Sicht bis zum Collmberg. Den Kleinen Berg vor uns streifen wir nur, biegen ab zum

 12. September 33 Teilnehmer

 Wanderleiter Heinz Schuster

  VLW Einzelmitglied

Kaolinsee, den wir zum Rastplatz halb umrunden. Einige Badegäste am Strand sonnen sich unter den Schildern „Baden verboten“?! Ohne in die Stadt Hohburg weiter vorzudringen queren wir die Lossa und folgen von Kapsdorf aus dem Bergbaulehrpfad an der Rodelbahn.

Die Wegweiser sind lückenlos, führen an der Westflanke vom Löbenberg empor, um den Steinbruch Löbenberg herum zum Bruch Zinkenberg. Beide mit Wasser gefüllt, der Abbau ist beendet, die dreistufige Abbruchkante präsentiert sich eindrucksvoll dem Betrachter. Erklärungstafeln sind spärlich vorhanden, nur das allernötigste wird an zwei Stellen vermittelt. Am Abzweig nun westwärts zur „Fernsicht“ mit Blick über die Ortslage Hohburg bis zum Collm. Im Eiscafe „Zur Hohburger Schweiz“ lassen wir diesen Wandertag ausklingen.

Es bedurfte erst der Initiative unseres Einzelmitgliedes Heinz Schuster um die Hohburger Berge erstmals mit einer öffentlichen Wanderung zu erschließen, vielen Dank. Dabei haben wir längst nicht alles gesehen. Heinz bleib dran.

 Krietsch Werke Wurzen

 Spitzberg

 Essenliste komplett, detaillierter Schuster- Ablaufplan wird verteilt, auch die
 „Blinde Kuh“ kriegt einen ab.

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 Durch die Rosa- Luxemburg- Straße zur Lüptitzer Straße

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 Auf dem Rad- Fußweg um den Quarzporphyrbruch herum zum „Fünfviertelweg“ nach Lüptitz.

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 Die geraffte Geschichte der Bergstadt im Überblick

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 Die Bahnbrücke der ehemaligen Muldentalbahn (eingestellt 1978) jetzt noch Güterverkehr.

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 Am Rastplatz Kaolinsee bei der Bungalowsiedlung…

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 Das VEAB- Silo, erbaut 1928 von den Krietsch- Werken, dümpelt vor sich hin.
 Eine Tafel davor wirbt für Familienfeiern…sicher nicht im Silo Innern.

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 Zahlreiche Bruttozahler bei Heinz an der Mautstelle, vielleicht künftige Mitglieder.

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 Ausspannen im Rastpavillon an der Goethestraße

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 Mit einer Jahresproduktion von über einer Millionen Tonnen Splitt und Schotter ist der Steinbruch Lüptitz
 einer der größten Betriebe seiner Branche in der Bundesrepublik.

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 …die Schilder „Baden verboten“, wie an der Strandseite fehlen hier, Bernd schwimmt ganz legal.

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 Wo sich bis 1890 noch der Zinkenberg reckte befindet sich heute eine 85 m tiefe Grube

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 Mit Informationstafeln zur Geschichte wird der Bergbau Lehrpfad Besucher nicht verwöhnt, zwei fanden wir.

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 Stimmt! das Steinarbeiterhaus könnte zu einer Rundwanderung gehören.

 Auf der Martin Lutherstraße bei der Kirche, rechts daneben das Museum Steinarbeiterhaus.

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 Im Eiscafé „Zur Hohburger Schweiz“ bedient Claudius Müller. Enkel des Heimatchronisten Manfred
 Müller (Der Rundblick; Hohburger Dorfbuch; Die Dörfer östlich der Mulde...).

 Ideenreiche Eismenü Karte auf Heimatbasis. Besonderheit: Das Dessert wird vorm Hauptgang serviert
 (Bockwurst). Ist ja auch nicht irgendein Eiscafé!

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 Bild - Text - Gestaltung Werner Gelhaar