Wurzen – Stadtwald – Spitzberg – Fuchsberg – Kaolinsee – Hohburg 13 km

Ausgestattet mit dem „Schuster Routenplan“ geht es durchs Wohnviertel Georg- Schumann- Straße raus aus Wurzen. Das war bei "Hohburger Schweiz 2018" doch genau so, werden sich einige erinnern, doch nun wird alles anders.

Vom Gedenkstein „Wurzener Stadtwald“ geht es durch den aufstrebenden Eichenmischwald zum Spitzberg. Das Gelände nördlich der Stadt bis zum Berg war schon zu Kaisers Zeiten Militärübungsgelände, bis zuletzt genutzt durch die Sowjetischen Streitkräfte, wurde mit dem Abzug des Mot.- Schützen Garde Panzerregimentes 1993 ein Schlussstrich unter dieses Kapitel gezogen. Nun mutiert das riesige Areal zum Naturschutzgebiet, mit Wald und Rasenfreifläche bis zum Spitzberg. Der wurde bis 1928 als Steinbruch nahezu eliminiert, ein Aufstieg auf die verbliebene Porphyr- Spitze lohnt sich dennoch für einen herrlichen Rundblick. 

Wir umrunden das zerklüftete Bergfragment und gelangen über freie Feldflur zwischen Großzschepa und Lüptitz zum Wolfsberg (161 m). Von der Holländerwindmühle obenauf ist heute nichts mehr übrig, auch hier wurde der begehrte Pyroxenquarzporphyr gründlich abgebaut. Zurück blieb ein stattliches Angelgewässer. Es folgt nun das unvermeidliche Stück Landstraße zum Kaolinsee nach Hohburg. Nach der Rast mit Seeblick geht es durch das Lossatal zum Museum Steinarbeiterhaus.

Neben der Dorfkirche duckt sich das Steinarbeiterhaus, an der Pforte empfängt uns Museumsleiter Matthias Müller, der hier Hobby und Beruf in einem fand. Die schmale Treppe windet sich in den Museumspark hinunter, wo er uns seine Schätzchen präsentiert: Essotankstelle von 1930, Bossierhütte mit Knackhalde, Lokomobile und Primus- Zugmaschine von 1937, dazu setzt er den historischen Backenbrecher krachend in Betrieb. All das hat der 61 jährige Hobbyfotograf in 30 Jahren zusammengetragen.

Nun aber rein ins Steinarbeiterhaus, 1802 erbaut als Bauernhaus wurde es später von einer Steinarbeiterfamilie bewohnt, genau so finden wir auch das Innenleben in den gedrungenen Räumen vor. Dazu ein Tante- Emma Laden und ein Rückblick auf 200 Jahre Quarzporphyr Abbau, den die Region bis heute prägt.

 9. Oktober - 28 Teilnehmer  

 Heinz Schuster VLW- Einzelmitglied

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 Die Rosa- Luxemburg- Straße mit dem „Armer Teufel“ an der Laterne

 Mit seiner Minikuhglocke ruft Heinz seine Schäfchen zusammen

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So eine Windmühle wie hier im KGV Verein „Sonnenblick“ gab es einst auf dem Wolfsberg

Vom Stadtwald durch die Wiesenebene zum Spitzberg

Am Gedenkstein im „Stadtwald Wurzen“ und wie es vor der Bewaldung ausgesehen hat

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Was für eine stolze Erhebung der Spitzberg vor dem Steinabbau war, zeigt die Rückseite.

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Blick von der Rastbank am Fuß des Spitzberges übers ehemalige Militär- Sperrgebiet

Sicht vom Gipfel bis zum Uniriesen Leipzig

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Befestigte Wege führen um den zerklüfteten Berg herum…

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Über die Feldflur zwischen Großzschepa und Lüptitz zum Wolfsberg

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Rast am Kaolinsee wo von 1961 bis 1965 „Porzellanerde“ abgebaut wurde

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…wo Sowjetsoldaten am Fels ihre Heimat Sehnsucht zum Ausdruck brachten

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Götterbaum- Holzstapel mit Seitling auf dem Wolfsberg

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Die Lossa Mühle ist kein Museum hier wird noch Mehl gemahlen, allerdings ohne Wasserkraft

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In Erinnerung an den Wintersport in Hohburg, als es noch Schnee gab an der Sprungschanze

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Auf der Freitreppe zum Freilicht- Museumspark

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Historische Essotankstelle, dahinter der Lokomobile Schuppen

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Der Dutra- Dumper wurde zum Abtransport des Rohgesteins zum Brecher genutzt

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Bei Kaffee und Kuchen neigt sich der kurzweilige Wandertag dem Ende zu

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An der Pforte zum Steinarbeiterhaus empfängt uns Museumsleiter Matthias Müller

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Ein Backenbrecher wie er in den Steinbrüchen am Zinken- und Frauenberg zum Einsatz kam

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Die Primus- Zugmaschine ist fahrbereit, mit dem Nummernschild aber nur beim AGRA Olditreff

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Küche mit Backofen der Steinarbeiter Familie

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Der Klick auf den Rekorder bringt nichts, Filmaufnahmen wurden mir von Matthias Müller untersagt. Warten auf Hüttenabend!

Bild - Text - Gestaltung Werner Gelhaar

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