Dessau – Georgium – Beckerbruch – Kornhaus – Großkühnau 12 km

Die Bauhausstadt Dessau wirft ihre Schatten weit voraus bis in die Gegenwart. Bewusst wird uns das bei der Eingangsrunde durch die Ebertallee im Angesicht der Walter Gropius Musterhäuser, die an manch simple Würfelarchitektur der Neuzeit erinnert, wenn sich so eine moderne Stadtvilla ins gewachsene Stadtbild einzwängt.

So stehen wir also erneut an der siebensäuligen Römischen Ruine, die das Eingangsportal zur Stadtseite darstellt. Es folgt der Ionischen Tempel, als Pendant zum Venustempel Lützschena, dann das Schloss Georgium. Davor posieren Apollo und Venus im Adamskostüm in Sichtachse zur Anhaltischen Gemäldegalerie im Mausoleum, umgeben vom Tierpark Dessau. Das lassen wir rechts liegen, folgen dem Pfad entlang der Georgenallee zur Ruinenbrücke, dem Zeitgeschmack entsprechend als Ruine errichtet, jedoch in baufälligem Zustand. Aus einem Nebenarm der Elbe entstanden, folgt nun der Beckerbruch

mit der Wallwitzburg am nördlichen Ende des Parks am Elbebogen. Kann sogar bestiegen werden mit freier Sicht über die Elbaue bis zum Kornhaus.

Das kommt als Unterschlupf vor der nahenden Regenfront gerade richtig für eine Einkehr im wieder frei zugänglichen Restaurant in der Rotunde Kornhaus. Noch ein Stück auf dem Elbdeich, dann abtauchen in den Landschaftspark Großkühnau mit Weinberghaus und Rittertor, wo sich beiderseits des Wegs zwei geharnischte Landsknechte um barbusige Schönheiten bemühen. Wir verlassen den kleinen Bruder vom großen Georgium am Löwentor zur Burgkühnauer Straße, wo die Wanderung an der Kulturstiftung Dessau- Wörlitz bei Kirche und Schloss Großkühnau endet.

 12. Juni 13 Teilnehmer 

Wanderleiter Klaus Siebeneichner

Wandergruppe Hopfenberg

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Vom Lyzeum Anhalt mit Planetarium- Kuppel durch die Bauhausstraße zum Bauhaus- Verwaltungskomplex

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„Heimkehr vom Felde“. Die Plastik von 1912 wurde im zweiten Weltkrieg eingeschmolzen, nach

einem restaurierten Gipsmodell 1970 erneut gegossen und an gleicher Stelle gesetzt.

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Der Ionische Tempel

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Die Sieben Säulen der Römischen Ruine als Eingangsportal zur Stadtseite

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Apollo vorm Schloss Georgium

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Die original erhaltene Prunkvase als Park- Gestaltungsobjekt, dazu eine ähnliche zeitgenössische Darstellung als Ölgemälde

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Stippvisite durch die Ebertallee mit einigen Walter Gropius Musterhäusern

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Fürst Franz im römischen Gewand, so bestellt von dessen jüngeren Bruder Georg.

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Die Ruinenbrücke am verlängerten Viereckteich und dessen nördlicher Gegenpart, derzeit als Fußgänger Übergang gesperrt.

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Mautkontrolle am Viereckteich

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Die Wallwitzburg

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Am Dessauer Elbebogen stand im 18. Jahrhundert ein Getreidespeicher, um 1900 wurde dazu eine kleine Ausflugsgaststätte errichtet. Nach dem Abriss dieses Lokals 1926 folgte aus einem Architektenwettbewerb der Neubau einer neuen Ausflugsgaststätte, das Kornhaus. Es wurde am 6. Juni 1930 eröffnet. Die schweren Bombenangriffe auf Dessau im Zweiten Weltkrieg überstand das Gebäude unbeschadet, war auch in der DDR eine beliebte Ausflugsgaststätte. Als es 2011 nicht gelang einen neuen Pächter zu finden, stand die Gaststätte ein Jahr lang leer. Erst im April 2012 kehrte mit der Kornhaus Dessau GmbH neues Leben ein.

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Kartenabgleich zwischen Papierprospekt und digitaler Komootversion

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Der blaue Natternkopf als Wegzierung auf dem Elbedamm.

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Das Rittertor als Eingangsportal zum Landschaftspark Großkühnau mit buhlenden Landsknechten kam 1818 aus dem Dresdner Park hier her.

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Kirche und Schloss Großkühnau mit Sitz der Kulturstiftung Dessau- Wörlitz

Der Ausflug zum Saalberghau im Unterbruch fand keine Mehrheit.

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…dort macht der äußerste rechte Rand Bambule, wir bleiben unbehelligt.

Zum Abschluss spendiert Waltraud eine Runde Ramazotti, dann Bus 12 zum Bahnhof...

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Bild - Text - Gestaltung Werner Gelhaar