Hamburger Wappen

 Blankenburg – Barockgarten – Teufelsmauer – Hamburger Wappen – Blankenburg 15 km

Die Entstehungsgeschichte der Teufelsmauer durch den Streit zwischen Gott und dem Teufel lasse ich mal beiseite, halte mich an geologische Fakten. Dem zu Folge wurde am Ende der Kreidezeit durch tektonische Kräfte das Nördliche Harzvorland gehoben und überkippt, so dass untere Schichten nach oben gelangten. Dabei traten durch Kieselsäure besonders verfestigte Sandssteine zu Tage, die hier bei Blankenburg zu solch unverwechselbaren Felsgebilden, wie Großvater und Hamburger Wappen führten. Um nur mal diese beiden zu nennen.

Zunächst besuchen wir das kleine Schloss mit dem terrassenförmig angelegten Barockgarten am Hang zum Schloss Blankenburg, dann geht’s hinein in die Teufelsmauer und hoch zum Großvaterfelsen. Eine kleine Plattform bietet wunderschöne Aussicht auf die Stadt bis hinüber zum Huy Höhenzug. Weiter mit ständigen Auf und Ab auf dem Kammweg über die Klippen der Sandsteinformation bis zu deren Ausläufer an den drei Klippentürmen vom Hamburger Wappen.

Eine Runde mit Blick aufs benachbarte Timmenrode führt zur Gewittergrotte und der Felshöhle Kuhstall, auch der Harz Wanderstempel NR 74 wird gern genommen. Nun über die kleinen Felsnadeln runter zum Teufelsloch, von wo wir dem unteren Löbbecke- Weg auf der südlichen Flanke nach Blankenburg folgen. Mit aufkommender Gewitterstimmung flüchten wir in die Gaststätte „Zum Großvater“, lassen diesen besonderen Wandertag am Freisitz unterm großen Sonnenschirm ausklingen.

 28. Juli 21 Teilnehmer 

 Wanderleiter Friedrich Oppel/ 
 Bernd Schumacher 

 Wandergruppe Leipzig- Leutzsch

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 Das ehemalige Kaiserliche Postamt steht leer und wartet auf eine standesgemäße Nachnutzung

 Über den Dächern von Blankenburg dominiert das Große Schloss auf dem Kalkberg

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 Erster Überblick übers touristische Angebot, mehr dazu gibt’ s drinnen.

 Das Sühnekreuz vor dem Infozentrum Blankenburg, ein besserer Platz ist kaum denkbar.

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 Der Barockgarten mit südlichem Flair unterm Großen Schloss

 Als der zweite Sohn von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig- Wolfenbüttel, Ludwig Rudolf, Blanken-
 burg erhielt, wurde die Grafschaft 1707 zum Reichsfürstentum erhoben. Es bestand innige Beziehung
 zum Kaiser in Wien und dem Zar in Moskau, durch die Ehen zweier seiner vier Töchter…, all das und
 noch viel mehr weiss Friedrich über seine einstige Heimatregion zu berichten, ohne jeden Spickzettel !

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 Große Hochzeit am kleinen Schloss mit Zaungästen/ Geschichtsstunde durch Friedrich Oppel (links).

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 Prickelnde Aussicht vom Großvaterfelsen auf die Stadt Blankenburg

 Aufstieg von der Hasselfelder Straße./ Heidelberg zum Großmutterfelsen

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 Vom Kammweg aus öffnet sich der Durchblick zur Stadt und der Burg Regenstein im Hintergrund

 Der teilweise durch Geländer gesicherte Kammweg kommt mit minimaler Wegmarkierung gut aus.

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 Exklusive Nistkasten- Villa auf dem Wegweiserpfosten neben der Schutzhütte…

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 … wo sich ein längs zum Weg liegender Baumstamm bestens zur Rast eignet.

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 Stempelkasten NR 74 für den Harzer Wanderkaiser, mit 222 Stempeln im Sammelheft wirst Du gekrönt.

 Die Felsenhöhle Kuhstall

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 Der Leibhaftige im Baumstamm wacht über den Weg nach Timmenrode

 An den kleinen Felsenadeln

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 Der Großvaterfelsen überm „Gasthof Zum Großvater“

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 Nach dem Resümee des Tages bleibt folgendes festzuhalten:

 Genau wie die Große DB hat auch der Harz Elbe Express (HEX) ein Problem mit der Pünktlichkeit.
 Was in unserem Fall zu einer Wartestunde im Bahnhof Halberstadt führte. Die Fahrzeit Leipzig -
 Blankenburg verlängerte sich von drei auf vier Stunden. Um ihr HEX - Image zu stabilisieren bekam ein
 jeder gestrandete Fahrgast den Zwei- Euro- Gutschein, was bei Post Eckert zur Umsatzexplosion
 beim Stieleis führte. Im Backshop nebenan jedoch ging man mit langen Gesichtern leer aus, „unsere
 Kasse kann das noch nicht“.

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 Bild - Text - Gestaltung  Werner Gelhaar

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